Berufsbild: Werkzeugmechaniker (m/w/d)

Werkzeugmechaniker (m/w/d)

Als Werkzeugmechaniker bist du der Profi in der Welt der Maschinen. Du bist ein echter Experte, wenn es um die Herstellung und Instandhaltung von Werkzeugen geht und du sorgst dafür, dass Maschinen in der Produktion optimal laufen können.

Art der Ausbildung:
Duale Ausbildung
Empfohlen mit:
Mittlere Reife (Realschulabschluss)
Ausbildungsdauer:
3,5 Jahre
Gehalt:
1. Jahr: 1032 € - 1154 €
2. Jahr: 1083 € - 1187 €
3. Jahr: 1159 € - 1261 €
4. Jahr: 1238 € - 1330 €

Was macht ein Werkzeugmechaniker (m/w/d)?

Du findest Werkzeugmechaniker in verschiedenen Bereichen: Die meisten arbeiten in Produktionsbetrieben, aber du kannst auch in Werkstätten oder in der Luftfahrtindustrie tätig sein, es gibt viele Möglichkeiten! Dein Tag beginnt oft damit, dass du deine Aufträge sichtest. Dann geht es häufig in die Werkstatt und du beginnst deine Arbeit an den Werkzeugen. Du benutzt Maschinen wie Fräsen, Drehbänke und Schleifmaschinen. Dabei ist Präzision das A und O. Manchmal musst du auch Reparaturen vor Ort durchführen, zum Beispiel, wenn eine Maschine in der Fabrik streikt. Das macht den Job abwechslungsreich. Aber das Beste am Beruf des Werkzeugmechanikers ist, dass du am Ende des Tages siehst, was du geschafft hast. Deine Arbeit ist es, dafür zu sorgen, dass die Produktion immer rund läuft – und es ist ein tolles Gefühl, wenn das mit deiner Hilfe gelingt.


Während deiner Ausbildung lernst du …

  • … welche Arten von Metall und anderen Werkstoffen für verschiedene Anwendungen geeignet sind und wie sie behandelt werden sollten.
  • … wie man Werkzeuge wartet und repariert, um ihre Lebensdauer zu verlängern.
  • … genaue Messungen durchzuführen und Berechnungen im Zusammenhang mit deiner Arbeit anzustellen.

Inhalt der Ausbildung

Schulische Ausbildung:

Während deiner schulischen Ausbildung wirst du nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch praktische Übungen und Projekte durchführen. Dies ermöglicht es dir, das Gelernte direkt anzuwenden und praktische Erfahrung zu sammeln. Mathematik ist ein zentrales Fach in deiner Ausbildung. Du lernst hier, mathematische Berechnungen durchzuführen, Maßeinheiten umzurechnen und präzise Messungen durchzuführen. Das ist besonders wichtig, um Werkzeuge genau herzustellen. In Physik erfährst du, wie Kräfte und Bewegungen auf Objekte wirken. Dieses Wissen ist entscheidend, um die Funktionsweise von Maschinen und Werkzeugen zu verstehen. Du wirst lernen, technische Zeichnungen zu lesen und zu erstellen. Dies ist unerlässlich, um Baupläne und Skizzen für die Herstellung und Reparatur von Werkzeugen zu verstehen und umzusetzen. Im Werk- und Technikunterricht erhältst du erste praktische Einblicke in die Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen. Du wirst grundlegende handwerkliche Fähigkeiten entwickeln, die dir später in der Werkstatt helfen. Informatik spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der modernen Fertigung. Du wirst lernen, wie du Computer und Software zur Unterstützung deiner Arbeit einsetzen kannst. Auch Wirtschaft steht auf dem Plan: Hier erfährst du mehr über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und die sozialen Aspekte deines Berufs. Das hilft dir, die Arbeitswelt besser zu verstehen.

Betriebliche Ausbildung:

In der betrieblichen Ausbildung zum Werkzeugmechaniker wirst du eine Fülle an praktischem Wissen und handwerklichen Fähigkeiten erlernen. Deine Kollegen im Betrieb werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, dir die Feinheiten des Berufs beizubringen. Die betriebliche Ausbildung ist eine großartige Gelegenheit, praktische Erfahrung zu sammeln und von den Erfahrungen deiner Kollegen zu profitieren. Sie werden dir mit Geduld und Fachkenntnissen zur Seite stehen und sicherstellen, dass du alle erforderlichen Fähigkeiten entwickelst, um ein erfolgreicher Werkzeugmechaniker zu werden. Die Ausbildung im Betrieb ist der Ort, an dem du das theoretische Wissen aus der Schule in die Praxis umsetzt und echte Fachkenntnisse erwirbst. Deine erfahrenen Kollegen werden dir beibringen, wie man Werkzeuge herstellt. Du wirst lernen, wie man Metallteile schneidet, bohrt, schleift und formt, um hochpräzise Werkzeuge herzustellen. Deine Kollegen werden dir zeigen, wie man defekte Werkzeuge und Maschinen repariert und wie man regelmäßige Wartungsarbeiten durchführt, um sicherzustellen, dass alles reibungslos läuft. Du wirst lernen, wie man verschiedene Maschinen sicher bedient. Deine Kollegen werden dir beibringen, wie man Fräsmaschinen, Drehbänke und Schleifmaschinen einstellt und benutzt. Du wirst Verantwortung für deine Arbeit übernehmen und lernen, wie wichtig es ist, Aufgaben zuverlässig und termingerecht zu erledigen. In der Werkstatt tauchen oft unerwartete Probleme auf. Deine Kollegen werden dir beibringen, wie man diese Probleme identifiziert und kreative Lösungen findet.

Ablauf der Ausbildung

Prüfungen sind wichtig, weil sie sicherstellen, dass du die notwendigen Qualifikationen und Kompetenzen für deinen Beruf besitzt. Sie sind ein Maßstab, der sicherstellt, dass du die Standards erfüllst, die in der Branche und in deinem Ausbildungsberuf erwartet werden. Wenn du die Prüfungen bestehst, zeigst du nicht nur deinem Arbeitgeber, sondern auch dir selbst, dass du bereit bist, als Werkzeugmechaniker zu arbeiten. Die Zwischenprüfung findet in der Mitte deiner Ausbildungszeit statt, normalerweise nach etwa anderthalb Jahren. Sie ist dazu da, deinen Fortschritt zu überprüfen und sicherzustellen, dass du die grundlegenden Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Metallbearbeitung, Werkzeugherstellung und -reparatur sowie Sicherheit am Arbeitsplatz erworben hast. Die Abschlussprüfung ist der Höhepunkt deiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker. Hier wirst du umfassend auf die Praxis vorbereitet und geprüft, um sicherzustellen, dass du alle erforderlichen Fertigkeiten und das nötige Wissen erworben hast. Die Prüfung besteht normalerweise aus einem praktischen Teil, bei dem du deine Fähigkeiten in der Herstellung oder Reparatur von Werkzeugen unter Beweis stellen musst, sowie einem theoretischen Teil, bei dem du dein Wissen zu Themen wie Metallverarbeitung, technische Zeichnungen und Sicherheitsvorschriften demonstrieren musst.

Wusstest du schon, dass ...

… in der modernen Fertigung hochtechnologische Werkzeuge hergestellt werden, die in der Lage sind, selbst komplexe Aufgaben autonom auszuführen?

… Werkzeugmechaniker nicht nur mit Metall arbeiten? Sie können auch mit Kunststoffen und anderen Materialien arbeiten, um vielseitige Werkzeuge herzustellen.

… im Jahr 2022 haben rund 76.600 Werkzeugmechaniker in Deutschland gearbeitet. Das sind ca. 20.000 weniger als noch 10 Jahre zuvor – der Fachkräftemangel ist auch hier zu spüren, du wirst also dringend gebraucht!

Deine Zukunftschancen nach der Ausbildung:

Du kannst dich auf eine spezielle Nische innerhalb des Werkzeugmechaniker-Berufs konzentrieren: die Herstellung von Präzisionswerkzeugen, die Arbeit mit CNC-Maschinen oder die Reparatur von hochkomplexen Werkzeugen. Durch eine vertiefte Spezialisierung kannst du deine Fachkenntnisse erweitern und ein Experte auf deinem Gebiet werden. Nach deiner Ausbildung könntest du dich auch für eine Weiterbildung entscheiden, z.B. zum Industriemeister Metall oder Techniker in der Fachrichtung Maschinentechnik. Diese Qualifikationen ermöglichen es dir, leitende Positionen in der Fertigungsindustrie anzustreben. Wenn du Interesse an einer akademischen Laufbahn hast, könntest du auch ein Studium in einem verwandten Bereich wie Maschinenbau oder Werkstofftechnik in Erwägung ziehen. Ein Bachelor- oder Masterabschluss eröffnet dir Türen zu anspruchsvollen Positionen in Forschung und Entwicklung sowie im Management.

Dein voraussichtliches Gehalt als Werkzeugmechaniker (m/w/d)?:

Rund 43.200 € jährlich verdient ein ausgelernter Werkzeugmechaniker.

Welche Fähigkeiten und Voraussetzungen sind in diesem Beruf besonders wichtig?

Wenn du einige persönliche Grundvoraussetzungen mitbringst und bereit bist, kontinuierlich an deinen Fähigkeiten zu arbeiten, wirst du gut auf deine Karriere als Werkzeugmechaniker vorbereitet sein. In vielen Werkstätten und Betrieben arbeitest du im Team. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kommunikation ist daher wichtig. Als Werkzeugmechaniker ist Präzision das A und O. Du musst in der Lage sein, äußerst genaue Messungen durchzuführen und hochpräzise Arbeiten auszuführen, um Werkzeuge herzustellen oder zu reparieren. In vielen Werkstätten und Betrieben arbeitest du im Team. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Kommunikation ist daher wichtig. Du solltest gerne mit deinen Händen arbeiten und handwerkliches Geschick mitbringen. Das Bedienen von Maschinen und Werkzeugen erfordert eine gewisse Fingerfertigkeit.

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Werkzeugmechaniker bei BARLOG Plastics GmbH

Erfahrungsbericht über die Ausbildung als Werkzeugmechaniker

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