Vereinbarkeit von Beruf und Familie – ein Thema für jedes Unternehmen - Bianca Degiorgio - SuneJo
Ratgeber für Arbeitgeber

Vereinbarkeit von Beruf und Familie - ein Thema für jedes Unternehmen

Arbeitgeber können für ihre Mitarbeiter*innen gute Bedingungen schaffen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Das, was sie investieren, bekommen sie am Ende auch wieder zurück, meist sogar noch mehr – höhere Motivation, weniger Fehlzeiten und auch ein gutes Image als Arbeitgeber. All das trägt langfristig zum Unternehmenserfolg bei.

Vereinbarkeit beginnt immer in den Köpfen der Menschen, die in dem jeweiligen Unternehmen tätig sind.

Das Thema Führung ist eng mit dem Thema Vereinbarkeit verknüpft, denn Führungskräfte können sehr viel dazu beitragen, Vereinbarkeit vorzuleben. Es lohnt sich herauszufinden, welches Bild von Familie sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im eigenen Unternehmen existiert. Spannend ist dabei natürlich die Frage, wie Ihre Mitarbeiter*innen das sehen. Sprechen Sie doch einfach mal darüber!

Eine verlässliche Kinderbetreuung ist ein zentrales Thema für Eltern, die Beruf und Familie vereinbaren wollen. Erst wenn die Kinderbetreuung gesichert ist, können Eltern mit freiem Kopf bei der Arbeit sein. Das gilt sowohl für die regelmäßige Betreuung als auch in den Ferien oder in Notfallsituationen. Unternehmen können Mitarbeiter*innen zum Beispiel bei der Suche nach der richtigen und passenden Betreuung für ihre Kinder unterstützen oder auch finanzielle Möglichkeiten, wie den Kinderbetreuungskostenzuschuss, anbieten. Bezogen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Unternehmen umsetzen können - angefangen bei der Absprache von Arbeitszeiten, welche die familiären Belange der Mitarbeiter mitberücksichtigen.

Weitere beispielhafte Maßnahmen, mit denen ein Arbeitgeber zeigen kann, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein bedeutendes Thema ist: Zum Beispiel mit einem „Familientag“ oder „Kindermitbringtag“. Eine gemeinsame Planung des Urlaubes, bei der die Betreuungssituationen der Mitarbeiter*innen mit Kindern bzw. pflegenden Angehörigen berücksichtigt werden, hilft auch ein Stück weiter. Eine familienfreundliche Kultur, in der Meetings und andere Inhouse-Veranstaltungen an die Randzeiten von Teilzeitkräften angepasst werden, kann Druck nehmen.

Greifen Sie den Aspekt Vereinbarkeit von Beruf und Familie bereits im Bewerbungsgespräch auf und sprechen Sie ihn als Arbeitgeber offensiv an. Stellen Sie Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Intranet, durch Broschüren oder auch Experten und Referenten, die Sie ins Unternehmen einladen, zur Verfügung. Sensibilisieren Sie Führungskräfte für das Thema. Ein Willkommenspaket bei Geburt eines Kindes, unabhängig davon, ob der Vater oder die Mutter bei Ihnen tätig ist, drückt ebenfalls Wertschätzung für das Thema Familie aus.

Einer besonderen Doppelbelastung sind pflegende Angehörige ausgesetzt, wenn sie erwerbstätig sind. In diesem Fall wird die Pflege von Angehörigen auch zum Thema für Unternehmen - und das aufgrund der demographischen Entwicklung immer stärker. Hier steht oft an erster Stelle, die Mitarbeiter*innen überhaupt erstmal zu ermutigen, über dieses Thema zu sprechen. Dies kann vor allem durch Führungskräfte gelingen, die das selber vorleben bzw. ihre Mitarbeiter*innen offensiv ansprechen. Machen Sie gelungene Beispiele im Haus bekannt. Vor allem das Thema Arbeitszeit und -organisation spielt im Spannungsfeld von Beruf und Pflege eine bedeutende Rolle.

Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter*innen auch hier mit entsprechenden Informationen zum Thema Pflege. Diese finden Unternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis zum Beispiel auf der Website der Fachkräfteinitiative „Kluge Köpfe bewegen – Fachkräfte für den Rheinisch-Bergischen Kreis“ unter der Rubrik „Beruf und Pflege“. Auch die Implementierung eines „Betrieblichen Pflegelotsen“ ist eine gute Möglichkeit, die Mitarbeiter*innen in Sachen „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ ganz praktisch und konkret zu unterstützen. Weitere Infos zum Projekt „Betriebliche Pflegelotsen“ finden Sie ebenfalls auf der Website der Fachkräfteinitiative. Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), welche die Fachkräfteinitiative koordiniert, steht für Rückfragen gerne zur Verfügung. 

BIANCA DEGIORGIO
Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW)

02204-97630
info@0557990483ab4abbbe68fdaa874ff796rbw.de
www.rbw.de

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