Berufsbild: Sportfachmann (m/w/d)

Sportfachmann (m/w/d)

Den Spruch „Sport ist Mord“ kannst du gar nicht nachvollziehen, denn für dich ist Sport nicht nur eine Frage der körperlichen Fitness, sondern auch der guten Gesundheit und eines ausgeglichenen Lebensstils. Als Sportfachmann freust du dich, andere motivieren zu können und mit ihnen sportliche Erfolge zu feiern. Dabei gibst du ihnen durch dein Fachwissen eine fundierte Anleitung und führst viele Übungen selbst mit aus.

Art der Ausbildung:
Duale Ausbildung
Empfohlen mit:
Mittlere Reife (Realschulabschluss)
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Gehalt:
1. Jahr: 620 €
2. Jahr: 732 €
3. Jahr: 837 €

Was macht ein Sportfachmann (m/w/d)?

Zu deinen Aufgaben gehört es, individuelle Trainingspläne zu erstellen, die auf die Bedürfnisse und Ziele deiner Kunden zugeschnitten sind. Du analysierst ihre körperliche Verfassung, ihre sportlichen Fähigkeiten und ihre Gesundheitsgeschichte, um maßgeschneiderte Trainingsprogramme zu entwickeln. Dabei berücksichtigst du auch etwaige Verletzungen oder Einschränkungen, um ein sicheres Training zu gewährleisten. Darüber hinaus berätst du deine Kunden in Bezug auf ihre Ernährung und erstellst Ernährungspläne, die ihre sportlichen Ziele unterstützen. Du gibst Tipps zur optimalen Nährstoffversorgung vor und nach dem Training und förderst so ihre Leistungsfähigkeit und Regeneration. Zusätzlich kannst du als Sportfachmann auch in Bereichen wie Rehabilitation, Leistungsdiagnostik oder Sportevents tätig sein. Du bist stets auf dem neuesten Stand der sportwissenschaftlichen Erkenntnisse und Trends, um deine Kunden bestmöglich zu betreuen.


Während deiner Ausbildung lernst du …

  • … Angebote einzuholen und Kalkulationen zu erstellen, denn auch kaufmännische Tätigkeiten gehören zu deinem Job.
  • … Ernährungslehre und eine gesunde Lebensweise kennen: Zur körperlichen Fitness gehört auch Lebensmittelkunde.
  • … empathisch mit deinen Kunden umzugehen: Jede körperliche Verfassung ist anders, du musst immer individuell auf dein Klientel eingehen.

Inhalt der Ausbildung

Schulische Ausbildung:

Als allererstes, du hast es dir vielleicht gedacht, ist das Fach Sport auf deinem Stundenplan wichtig. Bewegungsabläufe richtig erklären und selbst ausführen, Regeln und Sicherheitsmaßnahmen treffen, all das erlernst du hier. Aber auch typische Schulfächer wie Deutsch und Mathe sowie Wirtschaft hast du während deiner schulischen Ausbildungszeit. Dort lernst du die richtige Kommunikation und den Schriftverkehr mit Kunden und Dienstleistern, berechnest Kosten oder wertest Statistiken aus.

Betriebliche Ausbildung:

Als Sportfachmann bist du auch für die Durchführung der Trainingseinheiten verantwortlich. Darum nehmen dich deine Kollegen schnell mit und du zeigst den Kunden die richtige Ausführung der Übungen und motivierst sie, ihre Grenzen zu erreichen und zu überschreiten. Dabei lernst du, wie du darauf achtest, dass sie die richtige Technik anwenden, um Verletzungen vorzubeugen und maximale Effizienz zu gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Teil deiner betrieblichen Ausbildung ist die Durchführung von Fitness- und Gesundheitschecks. Du führst Tests durch, um die körperliche Fitness und den Gesundheitszustand deiner Kunden zu bewerten. Anhand dieser Ergebnisse kannst du ihre Fortschritte verfolgen und die Trainingspläne entsprechend anpassen.

Ablauf der Ausbildung

Wie bei allen dualen Ausbildungsberufen, und so auch beim Sportfachmann, legst du am Ende deiner Ausbildungszeit eine Abschlussprüfung ab. Sie besteht aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil. In der schriftlichen Prüfung werden theoretische Kenntnisse abgefragt, während die praktische Prüfung deine Fähigkeiten in der Planung und Durchführung von Trainings demonstriert. Die mündliche Prüfung kann zum Beispiel ein Fachgespräch über bestimmte sportliche Themen beinhalten.

Wusstest du schon, dass ...

… du als Sportfachmann selbst aktiv und immer in Bewegung bleibst? Du hast die Möglichkeit, selbst sportlich aktiv zu sein und dich körperlich fit zu halten, während du anderen dabei hilfst, ihre sportlichen Ziele zu erreichen.

… du dort arbeiten kannst, wo andere Urlaub machen? Mögliche Arbeitsorte sind nämlich nicht nur Fitnessstudios oder Reha-Zentren, sondern auch Luxusresorts oder Kreuzfahrtschiffe.

… die Digitalisierung auch im Sport zugeschlagen hat? Technologische Fortschritte haben einen großen Einfluss auf den Sport. Von Hochgeschwindigkeitskameras für Videoanalysen bis hin zu fortschrittlichen Sportgeräten und Wearables hat die Technologie den Sport auf eine neue Ebene gehoben.

Deine Zukunftschancen nach der Ausbildung:

Du kannst dich kontinuierlich weiterbilden, um dich in spezifischen Bereichen wie Sporternährung, Sportpsychologie, Rehabilitation oder Leistungsdiagnostik zu spezialisieren. Dies eröffnet dir zusätzliche Karrieremöglichkeiten und erweitert dein Fachwissen. Du kannst dich aber auch als selbstständiger Personal Trainer etablieren und individuelle Trainingsprogramme für deine Kunden erstellen. Du arbeitest eng mit ihnen zusammen, um ihre Fitnessziele zu erreichen und ihnen bei der Verbesserung ihrer sportlichen Leistung zu helfen. Mit Erfahrung und weiterführender Ausbildung kannst du in die Sportmanagement-Branche einsteigen. Dort bist du für die Organisation von Sportveranstaltungen, das Marketing von Sportteams oder die Verwaltung von Sporteinrichtungen verantwortlich. Mit einem Hintergrund als Sportfachmann könntest du übrigens auch in den Bereich Sportjournalismus einsteigen. Du kannst über sportliche Ereignisse berichten, Interviews mit Athleten führen oder Artikel über sportliche Leistungen schreiben.

Dein voraussichtliches Gehalt als Sportfachmann (m/w/d)?:

Zwischen 27.800 € und 40.900 € - so viel verdient man als ausgebildeter Sportfachmann im Jahr.

Welche Fähigkeiten und Voraussetzungen sind in diesem Beruf besonders wichtig?

Ein grundlegendes Verständnis von Anatomie, Physiologie und Sportwissenschaft ist wichtig, um Trainingspläne zu erstellen und den Körper richtig zu belasten. Als Sportfachmann hast du die Verantwortung für das körperliche Wohlbefinden und die Sicherheit deiner Kunden. Du musst verantwortungsbewusst handeln und sicherstellen, dass Trainingsprogramme angemessen sind und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Der Umgang mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe ist ein wichtiger Teil des Berufs. Es ist wichtig, dass du über soziale Kompetenz verfügst und einfühlsam auf die Bedürfnisse und Anliegen deiner Kunden eingehen kannst.