Berufsbild: Bauten- und Objektbeschichter (m/w/d)

Bauten- und Objektbeschichter (m/w/d)

Bauten- und Objektbeschichter sind Fachleute in der Beschichtung von Gebäuden und verschiedenen Objekten. Ihr Aufgabenbereich umfasst das Auftragen von Schutz- und Gestaltungsschichten auf Oberflächen wie Metall, Beton oder Holz, um sie vor Korrosion, Witterungseinflüssen oder auch aus ästhetischen Gründen zu schützen. Sie verwenden unterschiedliche Techniken und Materialien, um hochwertige Beschichtungen anzubringen und so die Langlebigkeit und Attraktivität von Bauwerken und Objekten zu gewährleisten.

Art der Ausbildung:
Duale Ausbildung
Empfohlen mit:
Berufsreife (Hauptschulabschluss)
Ausbildungsdauer:
2 Jahre
Gehalt:
1. Jahr: 710 €
2. Jahr: 780 €

Was macht ein Bauten- und Objektbeschichter (m/w/d)?

Wenn du dich für die Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter entscheidest, bist du der Experte, der dafür sorgt, dass Gebäude und verschiedene Gegenstände geschützt sind und optisch ansprechend aussehen. Deine Hauptaufgabe besteht darin, Schutz- und Gestaltungsschichten auf Oberflächen aufzutragen. Warum? Um sie vor Korrosion, Wettereinflüssen und anderen Schäden zu bewahren. Klingt nicht nur wichtig – das ist es auch. Dein Tag beginnt mit der Vorbereitung der Arbeitsbereiche. Du reinigst und bereitest Oberflächen vor, indem du sie schleifst, reinigst und grundierst. Dann kommt der entscheidende Arbeitsschritt, das eigentliche Beschichten. Du verwendest verschiedene Techniken und Geräte wie Farben, Lacke oder Spezialbeschichtungen, um die Oberflächen zu schützen und zu verschönern. Das erfordert Genauigkeit und Kreativität, denn manchmal sind spezielle Muster oder besondere Effekte gefragt. Du wirst verschiedene Werkzeuge und Geräte benutzen, von Spritzpistolen über Pinsel bis hin zu Rollen, je nachdem, welche Oberfläche du bearbeitest und welches Ergebnis du erzielen möchtest. Das ist nicht nur abwechslungsreich, sondern erfordert auch Geschicklichkeit und ein gutes Auge für Details. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist es, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Du arbeitest oft mit Chemikalien und teilweise in großen Höhen. Deshalb ist es wichtig, Schutzkleidung wie Masken, Handschuhe und Sicherheitsgurte zu tragen, um dich und andere zu schützen. Deine Arbeit trägt dazu bei, Gebäude, Brücken, Schiffe oder andere Objekte zu schützen und ästhetisch aufzuwerten.

Während deiner Ausbildung lernst du …

  • … mit verschiedenen Materialien umzugehen: von Farben und Lacken bis hin zu speziellen Beschichtungen.
  • … Beschichtungsprojekte zu planen und durchzuführen: von der Auswahl der richtigen Materialien bis hin zur Umsetzung von speziellen Anforderungen wie Mustern oder Effekten.
  • … wie du Chemikalien sicher handhabst, persönliche Schutzausrüstung korrekt verwendest und generell sicher in der Arbeitsumgebung agierst, um Unfälle zu vermeiden.

Inhalt der Ausbildung

Schulische Ausbildung:

Die Schulfächer sind darauf ausgelegt, dir ein fundiertes Verständnis für die Materialien, Techniken und Sicherheitsaspekte zu vermitteln, die für deinen Berufsalltag relevant sind. Ein wichtiges Fach ist Werkstoff- und Materialkunde. Hier wirst du die verschiedenen Materialien kennenlernen, mit denen du arbeiten wirst, von Farben und Lacken über Beschichtungsstoffe bis hin zu Untergründen wie Metall, Beton und Holz. Du wirst die Eigenschaften dieser Materialien verstehen und lernen, welche für bestimmte Zwecke am besten geeignet sind. Ein weiteres spannendes Fach ist Technologie der Beschichtungsstoffe. Hier erfährst du alles über die verschiedenen Beschichtungsmaterialien und -techniken. Du lernst, wie man sie richtig anwendet, um die besten Ergebnisse zu erzielen, sei es beim Schutz vor Korrosion oder bei der optischen Gestaltung von Oberflächen. Sicherheit am Arbeitsplatz ist von größter Bedeutung, daher wird Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein wichtiger Bestandteil deiner Ausbildung sein. In diesem Fach wirst du lernen, wie man sicher mit Chemikalien umgeht, wie man persönliche Schutzausrüstung verwendet und wie man Unfälle am Arbeitsplatz vermeidet. Du wirst grundlegende mathematische Konzepte erlernen und anwenden, um Materialmengen und Kosten für Beschichtungsprojekte zu kalkulieren. Neben diesen fachspezifischen Themen wirst du auch Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde haben. Deutsch ist wichtig, um dich klar auszudrücken, sei es in schriftlicher Form für Berichte oder mündlich für Kundengespräche. Wirtschafts- und Sozialkunde hilft dir, grundlegende Kenntnisse über die Arbeitswelt und rechtliche Rahmenbedingungen zu erlangen.

Betriebliche Ausbildung:

Ein zentraler Teil deiner praktischen Ausbildung wird die Vorbereitung von Oberflächen für die Beschichtung sein. Du wirst lernen, wie man Oberflächen reinigt, schleift, grundiert und möglicherweise auch repariert, um sie für die Beschichtung vorzubereiten. Das kann das Entfernen alter Beschichtungen oder Rost sein, um eine optimale Grundlage für neue Beschichtungen zu schaffen. Während deiner Ausbildung wirst du diverse Techniken zur Anwendung von Beschichtungsmaterialien erlernen. Das beinhaltet das richtige Mischen von Farben und Lacken, das Arbeiten mit Spritzpistolen, Pinseln oder Rollen und die Anwendung verschiedener Schichten für den Schutz oder die ästhetische Gestaltung von Oberflächen. Im Betrieb wirst du auch intensiv in die Sicherheitsrichtlinien eingeführt. Du wirst lernen, wie wichtig es ist, persönliche Schutzausrüstung korrekt zu verwenden, Gefahren zu erkennen und Sicherheitsmaßnahmen während der Arbeitsausführung zu berücksichtigen. Außerdem wirst du im Umgang mit umweltschonenden Arbeitsweisen geschult, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die praktische Projektdurchführung. Du wirst an realen Projekten arbeiten und lernen, wie man die Anforderungen von Kunden oder Auftraggebern umsetzt. Das kann die Kommunikation mit Kunden über die gewünschten Ergebnisse und Details beinhalten sowie die Umsetzung dieser Anforderungen in die praktische Arbeit. Du wirst in einem Team arbeiten und lernen, wie wichtig es ist, effektiv mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig wirst du auch Aufgaben eigenständig übernehmen und Verantwortung für deine Arbeitsergebnisse übernehmen.

Ablauf der Ausbildung

In deiner Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter gibt es eine Prüfungsordnung, die sicherstellt, dass du am Ende deiner Ausbildungszeit alle wichtigen Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hast. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil, um deine Kompetenzen umfassend zu prüfen. Im praktischen Teil der Abschlussprüfung wirst du deine Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Du bekommst konkrete Aufgaben, bei denen du zeigen kannst, dass du Oberflächen fachgerecht vorbereiten und Beschichtungen professionell auftragen kannst. Das bedeutet, dass du zum Beispiel Oberflächen reinigst, schleifst und grundierst, bevor du die eigentlichen Beschichtungen anbringst. Deine Fähigkeit, verschiedene Beschichtungstechniken anzuwenden und die richtigen Materialien auszuwählen, wird hier genau geprüft. Der theoretische Teil der Prüfung umfasst Fragen zu den Fachkenntnissen, die du in der Berufsschule erlernt hast. Hierbei geht es um Themen wie Materialkunde, Technologie der Beschichtungsstoffe, Arbeitssicherheit, Mathematik und andere relevante Fächer. Du wirst dein Verständnis für die theoretischen Grundlagen und Konzepte rund um die Beschichtungstechniken und Materialien demonstrieren müssen.

Wusstest du schon, dass ...

… Bauten- und Objektbeschichter nicht nur an Gebäuden, sondern auch in anderen Umgebungen wie Brücken, Schiffen oder industriellen Anlagen arbeiten? Die Vielseitigkeit der Arbeitsorte macht diesen Beruf so abwechslungsreich.

… Spachtelmasse oft die Grundlage für eine ästhetisch ansprechende Oberfläche bildet? Nach dem Trocknen kann sie geschliffen, poliert oder gestrichen werden, um die gewünschte Optik zu erzielen.

… es Tapeten schon seit Jahrhunderten gibt? Ihre Geschichte reicht bis ins alte China zurück, wo sie als Wandverkleidung aus Seide hergestellt wurde. Im Laufe der Zeit haben sich Tapeten weiterentwickelt und sind zu einem vielseitigen Gestaltungselement geworden.

Deine Zukunftschancen nach der Ausbildung:

Du kannst in verschiedenen Branchen und Unternehmen tätig werden. Baufirmen und Bauunternehmen bieten dir die Möglichkeit, an der Beschichtung von Gebäuden, Brücken oder anderen Bauwerken mitzuwirken. Hier kannst du an großen Bauprojekten arbeiten und deine Fähigkeiten in der Oberflächenbehandlung einsetzen. Handwerksbetriebe und Malerfirmen sind ebenfalls potenzielle Arbeitgeber für dich. Dort könntest du in einem breiten Spektrum von Beschichtungsarbeiten tätig sein, sei es bei Renovierungen, Instandhaltungen oder Neubauprojekten. Diese Betriebe bieten oft eine Vielzahl von Beschichtungsdienstleistungen an und benötigen qualifizierte Fachkräfte, um diese umzusetzen. Auch in der Industrie gibt es Einsatzmöglichkeiten für Bauten- und Objektbeschichter. Industrieanlagen, Produktionsstätten oder Schifffahrtsunternehmen benötigen Fachleute, um Oberflächen zu schützen und zu verschönern, sei es zum Korrosionsschutz oder aus ästhetischen Gründen. Neben diesen Möglichkeiten könntest du dich auch selbstständig machen und dein eigenes Beschichtungsunternehmen gründen. Mit der Erfahrung und dem Wissen, das du während deiner Ausbildung gesammelt hast, könntest du dich auf bestimmte Spezialgebiete konzentrieren oder dich auf kreative Beschichtungslösungen spezialisieren. Deine Ausbildung als Bauten- und Objektbeschichter eröffnet dir ein breites Feld an Berufschancen in verschiedenen Branchen, sowohl in angestellten Positionen als auch mit der Option zur Selbstständigkeit.

Dein voraussichtliches Gehalt als Bauten- und Objektbeschichter (m/w/d)?:

Das Durchschnittsgehalt in diesem Beruf liegt bei ca. 38.500 € brutto im Jahr.

Welche Fähigkeiten und Voraussetzungen sind in diesem Beruf besonders wichtig?

Eine gewisse körperliche Fitness ist von Vorteil, da die Arbeit oft das Heben von Materialien, das Arbeiten in verschiedenen Höhen oder das Bewegen von Geräten erfordern kann. Zudem solltest du in der Lage sein, über längere Zeiträume konzentriert und präzise zu arbeiten, da Genauigkeit bei der Vorbereitung von Oberflächen und beim Auftragen von Beschichtungen entscheidend ist. Handwerkliches Geschick ist eine wesentliche Eigenschaft, da du mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien arbeiten wirst. Ein gutes Verständnis für Farben, Texturen und Materialien kann dir dabei helfen, die besten Beschichtungslösungen für unterschiedliche Oberflächen zu wählen. Zudem ist Sorgfalt und Aufmerksamkeit für Details wichtig, um qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Teamfähigkeit kann ebenfalls von Nutzen sein, insbesondere wenn du in einem Betrieb arbeitest, der in Teams an Projekten arbeitet. Die Fähigkeit, sich gut in ein Team einzufügen und effektiv zu kommunizieren, ist ein Pluspunkt. Auch Kundenkontakt kann Teil deines Berufs sein, daher sind gute zwischenmenschliche Fähigkeiten und ein freundliches Auftreten von Vorteil. Des Weiteren ist es wichtig, die Bereitschaft zu zeigen, sich stetig weiterzubilden und auf dem neuesten Stand der Techniken und Stoffe zu bleiben. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Projekte und Anforderungen sind ebenfalls hilfreich, um erfolgreich in diesem Berufsfeld zu sein. Letztendlich spielen Motivation, Interesse an der Arbeit und die Leidenschaft für kreative Gestaltung eine wichtige Rolle, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein.